Straight Edge Tattoos

29.04.2011  |  Text: Sonja Golgowski  |   Bilder: TM-Archiv
Straight Edge Tattoos
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Sie trinken nicht, sie rauchen nicht und sie halten nichts von wechselnden Sexpartnern. Und irgendwann haben sie auch noch aufgehört tierische Produkte zu essen. Zumindest einige von ihnen. Straight Edger grenzen sich von der Gesellschaft ab, ganz bewusst.
Sie entscheiden sich für ein Leben, dass so gar nicht zum Bild des wilden Punker passen möchte. Doch wie das genau aussieht, lässt sich schwer pauschalisieren.


 Das X auf den Händen weist dem Barkeeper den Weg: hier ist höchstens alkoholfreies Bier erwünscht. (Sebastian, Farbaffäre, Dortmund)

Das X auf den Händen weist dem Barkeeper den Weg: hier ist höchstens alkoholfreies Bier erwünscht. (Sebastian, Farbaffäre, Dortmund)

Straight Edge kennt viele Ausprägungen. In den vergangenen Jahrzehnten bildeten sich sowohl spirituell ausgerichtete Straight Edger, als auch militant vegane Gruppen und sogar radikale Strömungen, die sich je nach Geschmack wahlweise mit militant-islamischem oder mit rechtsradikalem Gedankengut beschäftigten.
Diese Gruppen spielen heutzutage aber so gut wie keine Rolle mehr. Straight Edge kommt aus dem Punk und ist somit wohl eher dem linken Lager zuzuordnen, wenn überhaupt eine politische Orientierung zum Tragen kommt. 




Drogenfrei und Spaß dabei. So soll es sein. Tat von Zack (Anonymous Tattoo, Savannah GA, USA)

Drogenfrei und Spaß dabei. So soll es sein. Tat von Zack (Anonymous Tattoo, Savannah GA, USA) .


Eines kann man aber festhalten, Ian McKaye hat mit seiner Band »Minor Threat« nicht nur mit dem Song »Straight Edge« eine Grundlage gelegt. Sein Song »Out of Step« gibt auch gleich noch die wichtigsten Regeln vor: »Don’t smoke, don’t drink, don’t fuck, at least I can fucking think.«
Dabei ist mit »don’t fuck« keineswegs der vollständige  Verzicht auf Geschlechtsverkehr gemeint, sondern vielmehr ein häufiger Wechsel der Partner.
Musikalisch hingegen  stimmen Straight Edger eher laute Töne an. Hardcore, Punk und Violent Dancing auf den Konzerten gehören quasi zum guten Ton. Wobei sich inzwischen auch Metalcore-Bands wie beispielsweise Maroon zu Straight Edge bekennen. Die Grenzen sind also mitunter fließend. Nüchtern zu bleiben, während die Körper durch die Luft fliegen und die Musik hämmert, ist allerdings oberstes Gebot.




Den vollständigen Artikel und alle Bilder findet ihr in der Mai-Ausgabe 2011

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