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Models: Mimi Darko und Jana Catwing
MuA: »Hair- and Make-Up-Artist Vivian Fladung Brandl« (Facebook)
Foto: linsengerecht

Titelbild: 

Models: Mimi Darko und Jana Catwing
MuA: »Hair- and Make-Up-Artist Vivian Fladung Brandl« (Facebook)
Foto: linsengerecht
 
 
Ausgabe Juni 2017
23. Jahrgang / Nr. 256



Intro

9    Kurz und gut

16    Millo gefällt …
        … die Hannya-Maske von Elliot Wells

18    Uns gefällt …
        … die Pilotenmaus auf dem Papierkranich von Suflanda    

20    Das TM auf Reisen

22    Auszeit

24    Herzenssache
    Der »Queer Space« von Brody Polinsky

26    Kunst: Coffee and Cigarettes         
        Wort-Bild-Kombinationen  von L’ Andro Gynette 

 
Tätowierer

30    Take it Easy! 
        Doppelinterview mit den Traditional-Tätowierern Alex Wild und Christian Otto 

40    Schweizer Blackwork
        Stilvariationen in Black aus dem Studio Verlan in Zürich    

48    »Ich halte es für überflüssig, immer alles zu betiteln.«        
        Dekoratives von Joline Miez aus dem Studio Red Chapel Tattoo

54    In deiner Nähe: Bunte Republik Deutschland
        Zehn Studios im Porträt        

61    Drei zu eins
        Fineline-Tätowierungen von Jakub Settgast, Chris Weber und Mica One
       

Szene

70     Ordnung im göttlichen Chaos    
        Bedeutung der Pe’a-Tätowierungen im Disney-Film »Vaiana«


SPECIAL: 
Tattooentfernung  mit dem Laser


72    Selbstversuch unterm Laser 

76    Neuer PicoSure-Laser    



82    Alles Rogers?   
        Deutschpunk aus Düsseldorf      

88    Erlebnistattooing  
        Tattoosession auf Windrad und Fischkutter

92    TM-Nachwuchscontest
        Deutschlands wichtigster Wettbewerb für Jungtätowierer startet jetzt!

96    Tattoo-ErotiCat
        Coralinne aus Kolumbien


Service

100    Motivklassiker der Tattoogeschichte 
        Man’s Ruin

102     Jobbörse 

104    Tattoo-Akademie 
        Alf von Melmac und die Handlinien



Veranstaltungen

106    25 Jahre Tattooconvention Frankfurt
        Die riesige Tattoo-Show am Main

112     Fàilte gu Alba!     
        Scottish Tattoo Convention in Edinburgh

116     Termine


Outro

119    Galerie

124    Studios

128    Die Kippe danach

 130    Vorschau/Impressum


Standards
 
3    Editorial

6    Bild des Monats

68    TattooZOOM

Versuch macht kluch – Redakteurin Heide leidet für ihren Bericht über Laserentfernung.

Versuch macht kluch – Redakteurin Heide leidet für ihren Bericht über Laserentfernung.
 

Laser – Kein »Radiergummi für Tattoos«

 
Die wichtigste Eigenschaft von Tätowierungen, nämlich ihre Dauerhaftigkeit, bereitet zugleich die größten Schwierigkeiten, wenn man die Hautbilder wieder loswerden will. Und Gründe dafür, bestimmte Tattoos wieder entfernen zu lassen, gab es schon immer. Trug man beispielsweise früher in Japan eine Straftätowierung, dann wollte man den damit verbundenen sozialen Makel verbergen. Trug man Hautzeichen, die einen als Angehörigen einer bestimmten religiösen Gruppe identifizierten, dann wollte man diese unter Umständen unkenntlich machen, wenn einen das Schicksal in ein Umfeld gespült hatte, wo ein solches Zugehörigkeitszeichen auf Ablehnung stieß oder gar lebensbedrohlich wurde. Und natürlich gab es immer schon unüberlegte Tattoos, die aus reiner Blödheit entstanden … 

In der Erfindung von Methoden der Tattooentfernung waren Menschen immer schon recht kreativ, doch wie man es dreht und wendet: Das Tattoo sitzt in der Haut und ebenso wie diese verletzt wurde, als das Hautbild entstand, muss sie auch wieder verletzt werden, wenn es verschwinden soll. Ob man ein Tattoo nun herausbrennt oder rausschneidet, ob man es mit Salz abschmirgelt oder mit Säure wegätzt – einen »easy way out« gibt es nicht. 

Seit einigen Jahren existiert mit dem Laser nun eine Möglichkeit zur Tattooentfernung, die mittlerweile der Standard ist. Von allen Methoden ist es wohl diejenige, die die besten Ergebnisse und – nach derzeitigem Kenntnisstand – geringsten gesundheitlichen Risiken birgt. Ein unkomplizierter Tattoo-Radiergummi, mit dem man nach Lust und Laune einfach mal eben Platz für neue Tätowierungen schaffen kann, ist der Laser aber auf keinen Fall. Unsere Redakteurin Heide ließ sich für unseren Ratgeber-Sonderteil im Selbstversuch lasern und berichtet über ihre Erfahrungen. Alles, was ihr über diese Art der Tattooentfernung sonst noch wissen müsst, erfahrt ihr in unserem Special.

Mit dem Disney-Film »Vaiana« ist etwas passiert, was man sich früher kaum hätte vorstellen können: polynesische, insbesondere samoanische Tätowierungen werden in einem Kinderfilm nicht nur gezeigt, sondern – in Disney- und kindgerechter Form – auch thematisiert und erklärt. Und das gar nicht schlecht! »Prädikat wertvoll«, bescheinigt auch unser Experte für Südsee-Tattoos, Tomasi Sulu’ape, diesem Film. »Vaiana« fand jedoch nicht nur Zuspruch. Manche Polynesier sind der Meinung, dass durch den Disneyfilm ihre Kultur und auch ihre Tätowiertradition trivialisiert würde. Doch wenn mit diesem Film beim jungen Publikum Interesse und Verständnis für eine alte Kunstform geweckt werden kann, so bietet dies vielleicht auch die Chance, dass aus diesem Interesse auch echter Respekt und eine Wertschätzung erwächst, die den Tattootraditionen Polynesiens besser gerecht wird, als die oberflächlichen Tribal-Tattoo-Trends der Vergangenheit.   



Chefredakteur Dirk-Boris
Dirk-Boris

Stand:25 May 2017 08:44:25/magazin/t%C3%A4towiermagazin/content-23947_40-23945_60.html