Cover TätowierMagazin Juli 2016


Model: Sara Surprisink
Fotograf: Teddy Marks

 
TÄTOWIERER
  • Ungeschönt und unpoliert
    Der raue Skizzen-Style der Wahlbelgierin Léa Nahon
  • Punkt, Punkt, Komma, Strich
    Daisy Watson aus Berlin sticht Minimalismus in Reinform

     
  • Spielen mit Stilen
    Traditionals mit dem gewissen Extra vom Forever-St.-Pauli-Team aus Hamburg
     
  • Mehr Schwarz
    Kräftiges, provokantes und surrealistisches Black-and-Grey von Roberto Moreira aus Bielefeld
 
AUS DER SZENE
  • Das Tattoo Starlet 2016        
    Sara Surprisink über ihren Titel, ihre Karriere und Tattoos
  • Musik: Stick To Your Guns
    Die schräge Tattoosammlung des STYG-Gitarristen Josh James

     
  • Nachwuchscontest 2016
    Bewirb dich jetzt für die Wahl zum Nachwuchstätowierer 2016  

     
  • Ausgerechnet Bananen
    Bei Saski darf jeder tätowieren, und zwar auf Bananen

     
  • Tattoo Academy
    Navigation mit dem Sextanten und die Entdeckung der Wurmlöcher

     
  • Nachgestochen
    Marco Bratt und Michael Lorber beurteilen Tattoos

     
  • Tattoo-Revival auf Borneo
    Die Streiter für den Erhalt der Tattoo-Kultur

     
  • Born to Roll
    Flatland-BMX-Profi Kevin Nikulski ist mir 22 Jahren schon fett tätowiert   

     
  • Klugscheißende Kunden – Arrogante Tätowierer?
    Beziehungsprobleme zwischen Kunde und Tätowierer

     
  • Tattoo Art: Tattoos für die Klamotten
    DIY-Patches von Itoyo Kinoshita
     
  • Tattoo-Erotica-Personality
    Die angehende Tätowiererin und Piercerin: Hexe Meat Grinder  
 
VERANSTALTUNGEN
  • Die Tattoo-Show für den Pott
    21. International Tattoo Convention Dortmund
     
  • Auferstanden    
    Ink Days Zürich 2016  
     
MOTIVE
  • Tod und Verderben
    Die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens weckt Angst und Kreativität
 
STANDARDS

Editorial
Bilder des Monats
Community Teil 1
Community Teil 2
Media Mix
TattooZOOM
Jobbörse
TM auf Reisen
Termine
Show Your Tat
Tattoo-Chroniken
Vorschau/Impressum


Text: Redaktion

TätowierMagazin-Chefredakteur Dirk-Boris Rödel, Foto: PixelstylesIntuition ist oft nicht der schlechteste Ratgeber

Können, wie gesagt. Denn leider sind sie es nicht immer. Wo Menschen zusammentreffen, kann es zu Konflikten kommen, und das gilt natürlich auch für das Verhältnis zwischen Kunden und Tätowierern, wie wir in unserem Ratgeber ab Seite 92 beleuchten.

Und solche Konflikte können eine Tattoosession statt in ein angenehmes Erlebnis eben auch in ein echtes Ärgernis verwandeln: Der Kunde kommt zu spät zum Termin, der Tätowierer hat überhaupt nichts vorbereitet. Der Tätowierer will sich nicht an Preisabsprachen halten, der Kunde hat vergessen, Geld mitzunehmen. Kunde hat seit ’ner Woche nicht mehr geduscht, Tätowierer ist völlig verkatert und hat ’ne Alkoholfahne von hier bis nach Neufundland. Kunde will beim Tattootermin plötzlich was ganz anderes, der Entwurf des Tätowierers hat mit dem abgesprochenen Motiv überhaupt nichts zu tun.
Und so weiter und so fort … Die Liste möglicher Konflikte ist lang.

Patentrezepte gibt es nicht, und auch wenn sich viele Probleme im Vorfeld durch Absprachen vermeiden lassen, völlig ausschließen lässt es sich nicht, dass man an einen Kunden gerät, der die Zeche prellen will oder an einen Tätowierer, der einen schlechten Tag hat und ein Tattoo völlig in den Sand setzt. Nicht selten hört man dann in diesem Zusammenhang Sätze wie »… ich hatte gleich von Anfang an ein komisches Gefühl … mir kam das alles schon zu Beginn seltsam vor …«. Da hilft nur: Probleme, Irritationen sofort ansprechen – und wenn sie sich nicht klären lassen, dann ist man im Zweifelsfall auch oft einfach besser beraten, die Sache abzublasen, statt sehenden Auges auf ein Unglück zuzusteuern. Tätowierer wissen eigentlich, dass ein Kunde, dem zum drölfzigsten Mal ein Änderungswunsch einfällt, auch mit dem ein- und zweiunddrölfzigsten Entwurf nicht zufrieden sein wird, und für Kundinnen, denen erklärt wird, dass sie sich auch dann ausziehen sollen, wenn das aufgrund der Platzierung des Motivs nicht nachvollziehbar ist, gibt es nur einen Rat: Raus!

Durch persönliche Kommunikation im Vorfeld lässt sich oft schon abschätzen, ob eine Session erfreulich oder nervig verlaufen wird – Intuition und Bauchgefühl sind da oft nicht die schlechtesten Ratgeber. Und bei »Bauchschmerzen« ist es oft die richtige Entscheidung, nach Alternativen zu suchen. Es gibt schließlich genug Tätowierer und genug Kunden.





Dirk-Boris
 

Text: Dirk-Boris Rödel
Bilder: Pixelstyles

Stand:30 June 2016 01:27:45/magazin/aktuelle+ausgabe/