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Inhalt November 2017

TitelbildModel: Theserottendays, Foto:Kerem Bakir

Titelbild:

Model: Theserottendays, Ruby O. Fee
Foto: Kerem Bakir
 
Ausgabe November 2017
23. Jahrgang / Nr. 261


Intro

9    Kurz und gut

14    Moritz Piwon gefällt …
… das Black-and-Grey-Backpiece von Marcel Kristensen

16    Uns gefällt …
… das Chestpiece von Felix Seele

18    Herzenssache
Florian Riffel organisiert ein Charity-Tattoo-Event zugunsten Obdachloser in Berlin

20    Auszeit

39    Das TM auf Reisen
 
Tätowierer

24    Eine positive Gesamterfahrung                     
Western- und Asia-Traditionals von Jens Schnettler vom Checker Demon Tattoo in Stuttgart

32    Asia »One Shot«-Tattoos                 
Japan-Style im Pocket-Format von Koji Ichimaru

40    Bunte Republik Deutschland            
In deiner Nähe: Zehn Tattoostudios im Kurzporträt

47    Drei zu eins
 Traditional/Old School von Han, Julian Sautter und Philipp Ohme

54    TM-Nachwuchscontest                 
Die Finalisten: Carmela Sullivan, Dustin Levi und Frank Danisch

Szene
    
62     Theserottendays    
Vom Polizisten zum Influencer

70    GAT – Grüße aus Tätowierungen
Ausstellung in Berlin zum Thema Grenzen, Grenzgänger, Grenzenlos

74    Traumjob mal zwei
Gabbo, Tätowierer und Musiker bei der Grindcore-Kapelle Implore

78    Wie fliegen!                    
Suspension: Grenzerfahrung für Novizen

84    Macht’s gut und danke für den Fisch!                    
TM-Chefredakteur Dirk-Boris verabschiedet sich

90    Das Königreich der Nacht
Morbide Meisterwerke von Illustrator und Ex-Tätowierer Jean-Luc Navette

96    TATTOO-ErotiCat
Model und Buying Assistant Lea Red Hawk

Service

100    Motivklassiker der Tattoogeschichte
Der Panther

102    Ratgeber: Wundversorgung
Folien und DryLoc Pads

106     Jobbörse

Veranstaltungen

108     Kaiserstadt Tattoo Expo                
Aachen entwickelt sich zur Fachmesse mit Szenepublikum

112     Monster Ink Tattoo Fest                
Unterhaltung vom Feinsten auf der Convention in Venray

116    Termine

Outro

119     Galerie

123     Tattoo-Akademie

124     Studios

128     Die Kippe danach

130    Vorschau/Impressum


Standards

33    Editorial

6    Bild des Monats

60    TattooZOOM

Editorial November 2017


Dirk-Boris Rödel
 

Rückblick, Abschied und Ausblick

Während ich an dieser Novemberausgabe arbeite, habe ich neben mir die Ausgabe vom April 1999 liegen – das war die erste Ausgabe des TätowierMagazins, an der ich als fest angestellter Redakteur im Huber Verlag mitgearbeitet hatte. Ich finde die Vorstellung ganz lustig, dass beispielsweise Jens Schnettler, den ich für diese Ausgabe interviewt habe (ab S. 26), damals noch nicht mal wusste, dass er Tätowierer werden würde. Das Checker- Demon-Tattoostudio in Stuttgart, in dem Jens nun schon seit zehn Jahren arbeitet, gab es auch 1999 schon seit einem guten Jahrzehnt, und davor war es Tobi’s Tattoostudio. Ich glaube, das hat mir besonders gut gefallen bei diesem Besuch neulich in Stuttgart, dass Beständigkeit und Neues in der Tattooszene Hand in Hand gehen, das sieht man im Checker Demon Tattoos besonders schön.

Die Namen der Künstler, die wir damals im Heft hatten – Mirko aus Offenbach, Freddy aus Wien und Mo aus Solingen – sind Szenekennern bis heute ein Begriff. Dass man sich auch in Jahrzehnten noch an die Namen der Finalisten unseres Nachwuchscontests erinnern wird, die wir euch ab Seite 52
vorstellen, das wünsche ich ihnen, aber auch wenn es junge Tätowierer heute in vielem leichter haben als die Kollegen im letzten Jahrtausend: die Aufmerksamkeitsspanne der Kundschaft wird immer kürzer und wer heute topangesagt ist, den kennt unter Umständen schon übermorgen kein Mensch mehr. Dass die kreative, künstlerische und technische Entwicklung beim Tätowieren ständig schneller voranschreitet, ist zweifellos eine positive Sache, macht es aber für den Einzelnen immer schwerer, auf Dauer mitzuhalten und die Erwartungen der Kunden oder, vielleicht noch wichtiger, die eigenen immer zu erfüllen. Wenn jemand wie der Künstler Navette da die Entscheidung trifft, sich ganz aus dem Tätowieren zurückzuziehen und damit etwas zu opfern, was ihm sicher sehr am Herzen lag, um sich ganz und gar anderen Projekten zuwenden zu können, dann nötigt mir das großen Respekt ab (ab S. 88).

Und während ich dies schreibe, wird mir klar, was Navette wohl empfunden hat, als er die Brücken zum Tätowieren abgebrochen hat, weil sein Weg ihn nun in eine andere Richtung führt. Die ganze gefühlsduselige Nostalgie, die schon die ganze Zeit durch dieses Editorial wabert, hat ja auch einen Grund. Es ist nämlich mein letztes. Mit dieser Ausgabe beende ich meine Arbeit als Chefredakteur des TätowierMagazins. Warum ich das tue und was für mich – und auch für euch als Leser des TätowierMagazins – danach kommt, darüber unterhalte ich mich an anderer Stelle im Heft, genauer gesagt ab Seite 82, mit meiner Kollegin und der TätowierMagazin-Gründerin Heide Heim. Hier an dieser Stelle möchte ich mich aber einfach von ganzem Herzen bei den vielen Menschen bedanken, denen ich in meiner Zeit beim TätowierMagazin begegnet bin, für Lob und Kritik, für Inspiration, Einsichten, neue Sichtweisen und Erkenntnisse, für jede Menge Spaß, schräge Erlebnisse, großartige, tiefsinnige Gespräche und – vor allem in meinen jüngeren Jahren – den ein oder anderen kapitalen Vollrausch. Ein ganz besonderer Dank geht aber an euch, die Leser. Euch verdanke ich es, dass ich bei-nahe zwei Jahrzehnte lang den coolsten Job der Welt ausüben durfte. Ich danke euch für eure Treue und verabschiede mich von euch mit der Bitte, auch meinem Nachfolger das Vertrauen zu schenken, das ich so lange Zeit genießen durfte.

Macht’s gut, wir sehen uns, euer
Dirk-Boris
Stand:24 November 2017 15:32:36/magazin+_und_+extras/heftarchiv/content-25193_40-25192_60.html?s=