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Inhalt August 2017

Model: Kim Alena,Foto: Tobias Oberrauner

Titelbild:

Model: 
Kim Alena
Foto:
Tobias Oberrauner
 
Ausgabe August 2017
23. Jahrgang / Nr. 258



Intro

Kurz und gut


14    Thomas Burkhardt gefällt …
        … das Backpiece von Servadio

16    Uns gefällt …
        … Madame Légumes von Maze

18    Das TM auf Reisen

20    Auszeit

22    Herzenssache
    Tätowiererin Sonja und der Yoga-Tattoo-Tag

24    Kunst:
        »Klinge ich wie ein Psycho?«    
        Ölgemälde von Charley Gerardin

 
Tätowierer

28    Sie sitzen alle ziemlich entspannt
        Die Resident Artists des Magdeburger Studios Eisenherz

36    Grotesk
        Ängste und menschliche Schwächen in Schwarz von Ruco     

44    Dotwork als Mantra                 
        Die perfekten Mandala-Motive von Caco Menegaz

50    Bunte Republik Deutschland            
        In deiner Nähe: Zehn  Tattoostudios im Kurzporträt

 57    Drei zu eins
        Lettering von Seb Fury One, Felix Seele und Matthias Bloßfeld
       

Szene

SPECIAL:     

66     Tinte und Turnschuhe    
        Früher Subkultur, jetzt Mainstream: Tattoos und Sneakers


66     Tinte und Turnschuhe    
        Früher Subkultur, jetzt Mainstream: Tattoos und Sneakers

76    Perso Giada Illardo
        Schweizer Selfmade-Business- Woman

80    Leben am Limit
        Realtalk mit den Rapperinnen Juju und Nura von SXTN

84    TATTOO-ErotiCat Cecylia Suicide aus Italien


Service

88    Sommer, Sonne und Tattoos
        Wie ihr eure Tattoos heil und schön durch den Sommer bringt

94    Motivklassiker der  Tattoogeschichte
        Sacred Heart
   
96     Jobbörse

98    Tattoo-Akademie
        Stinkender Baum-Methusalem und der kettenrauchende Filmpionier

100    Blast-over
        Wenn das neue Tattoo das alte nicht überdecken soll

Veranstaltungen

104    Tattoo & Lifestyle Show Dortmund
        Toptattoos in den Westfalenhallen

108    Alchemy Tattoo Expo     
        Ein vergoldetes Wochenende

110    With Full Force
        Krasse Symbiose von Musik und Tattoos auf dem Festival

114    Most-Metal-Tattoo-Contest
        Wahl des besten Metal-Tattoos auf dem Summer-Breeze-Open-Air

116    Termine

Outro

118    Galerie

124    Studios

128    Die Kippe danach

130    Vorschau/Impressum


Standards

3    Editorial

6    Bild des Monats

62    TattooZOOM

Editorial August 2017

Foto: Nicole Baier

Eine kühle Cerveza, getrunken auf einem im Pool schwimmenden Einhorn – ein Urlaubstraum. Was für den Genussmenschen Entspannung bedeutet, ist Stress für Tattoos. Was es im Sommer zu beachten gibt, lest ihr in unserem Sommer-Special.
 

Tattoopflege im Sommer leicht gemacht
 
Tattoos sind für immer, Tattoos halten ein Leben lang … stimmt ja alles, irgendwie. Aber eines sind Tattoos nicht – sie sind nicht unzerstörbar. Und um schöne Tätowierungen kaputt zu machen, die man teuer mit Geld, Zeit und Schmerzen bezahlt hat, braucht man nicht in Shorts mit einhundert Sachen über den Asphalt rutschen, nachdem man sich mit dem Moped hingelegt hat. Um die teure Hautkunst zu schädigen, reichen oft schon ein paar intensive Sonnenbadeurlaube. Das Tragische ist, dass der Zerstörungsprozess durch UV-Licht langsam und schleichender vonstattengeht und genau das verleitet viele dazu, den destruktiven Einfluss der Sonneneinstrahlung zu unterschätzen.

Kontraste verlieren durch Sonne im Laufe der Zeit an Schärfe, Schattierungen verblassen, Farben können teilweise nahezu verschwinden. Bei einigen meiner eigenen Tattoos ist beispielsweise das Rot an manchen Stellen im Lauf der Jahre komplett verschwunden. Bis zu einem gewissen Grad ist dieser Prozess unvermeidlich, aber man kann viel tun, um das Ausbleichen seiner Hautkunstsammlung hinauszuzögern. Wer langes Sonnenbaden nicht schon aus Gesundheitsgründen vermeidet und nicht gewohnheitsmäßig am Strand oder Badesee zu Sunblockern greift, sollte es wenigstens um seiner Tattoos willen tun. Tipps, wie ihr den Sommer genießen könnt, ohne dass eure Tätowierungen leiden, haben wir ab Seite 88 für euch zusammengestellt.

Aber es gibt ja auch die Möglichkeit, dass man selbst aktiv inzwischen unerwünschte Tattoos verschwinden lassen möchte. In den vergangenen Ausgaben hatten wir dazu die Techniken der Laserentfernung sowie die Möglichkeit von Cover-ups, also Überdeckungsarbeiten, vorgestellt. In dieser Ausgabe stellen wir euch zum Überschreiben alter Tattoos ab Seite 100 die Technik des Blast-over vor, bei dem ähnlich wie beim Cover-up eine neues Motiv über das alte gelegt wird, allerdings mit dem Unterschied, dass bei dieser Methode das alte Motiv durch die großen Freiräume des Blast-over-Designs noch klar zu erkennen ist. Das Ergebnis ist sicher nicht massenkompatibel, aber Tattoos in mehreren »Schichten« sehen zu können, hat durchaus einen eigenen Reiz.

Allerdings ist auch hier der Zahn der Zeit ein Stück weit ein Spielverderber; der krasse Effekt eines tiefschwarzen Motivs mit ultrafetten, crispen Linien über einem alten, fahlen und ausgebleichten Motiv schleift sich natürlich ab, sobald auch das Blast-over-Tattoo eben nicht mehr flammneu ist, das Schwarz nach ein paar Jahren eher grau als schwarz erscheint und die Linien an Schärfe verlieren. Aber auch hier ist das Rezept, um möglichst lange Spaß am Tattoo zu haben, recht einfach und genau dasselbe wie oben: Sonnenbaden vermeiden, Sunblocker nutzen!

In diesem Sinne wünsche ich euch und euren Tattoos einen schönen Sommer, euer

Chefredakteur Dirk-Boris Rödel   

Chefredakteur Dirk-Boris
Dirk-Boris
Stand:18 November 2017 05:51:52/magazin+_und_+extras/heftarchiv/content-24429_40-24427_60.html?s=