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23.03.2016  |  Text: Dirk-Boris  |   Bilder: Marlene Fulde, Tattoofrei

Wer steckt hinter »Tattoofrei«?

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Im Exklusiv-Interview erklärt »Tattoofrei«-Administrator Chris, warum ein Tätowierter sich über Tätowierte lustig macht.


Seit etwas über einem Jahr erhitzt die Facebookseite »Tattoofrei«, die auf einer Veranstaltungsseite »Eine Millionen Stimmen für ein Tattoo-Verbot« sammelt, die Gemüter. Hier wird aus vollen Rohren gegen Tätowierte gewettert und sämtliche Klischees vom tätowierten Kriminellen, der sein Geld lieber für Tattoos als fürs eigene Kind ausgibt, werden genüsslich breit getreten. Shitstorms von Tätowierten bis hin zu Beleidigungen und Androhungen körperlicher Gewalt sind die Folge solcher Provokationen.

Doch was einige seit längerem schon vermuteten – und was eigentlich sonnenklar war, wenn man sich die Seite mal genauer angeschaut hat: »Tattoofrei« ist ein Fake, der Administrator selbst zutätowiert bis zu den Fingern. Da stellt sich die Frage: Warum hetzt ein Tätowierter gegen Tätowierte? Und was hat er gegen Menschen, die Kevin heißen? Wir sprachen mit dem Moderator.


Wer bist du, was machst du beruflich?
Ich bin Chris. Gelernt habe ich Industriekaufmann. 


»Tattoofrei«-Administrator Chris, sichtlich zutätowiert.»Tattoofrei«-Administrator Chris, sichtlich zutätowiert.



Wie bist du auf die Idee gekommen, »Tattoofrei« und »Eine Millionen Stimmen für ein Tattoo-Verbot« ins Leben zu rufen?
Ich bin eines Tages auf die englischsprachige Facebookseite »Your tattoos make you a horrible mom« gestoßen. Ich hatte mir die Seite kurz angesehen und gleich gemerkt, dass es nicht ernst gemeint sein kann. Einige Wochen später habt ihr einen Beitrag von dieser Seite geteilt und ich sah, dass sich sehr viele darüber aufgeregt haben. Das brachte mich auf die Idee, die Seite zu erstellen, die Veranstaltung dazu wurde zeitgleich erstellt. Gehört quasi zur Hauptseite.
 


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Ausgabe 5/17 erscheint am 21. April

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