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28.09.2017  |  Text: Redaktion  |   Bilder: Glenn Francis, www.PacificProDigital.com
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Zum Tode Hugh Hefners: »Seine Idee ist Inspiration«


Der Playboy-Gründer ist mit 91 Jahren gestorben. TATTOO EROTICA würdigt ihn als Vordenker und Wegbereiter ästhetischer Erotikmagazine.


Sein Magazin war eine Revolution, seine Partys waren legendär und er selbst ist für Millionen von Männern bis heute eine Ikone: Jetzt ist Hugh Hefner im Alter von 91 Jahren gestorben. Wie es heißt, entschlief der Gründer des »Playboy« im Kreise geliebter Menschen friedlich in »The Playboy Mansion«. »Mit Hugh Hefner ist der Mensch aus der Welt geschieden, der das Konzept des hochwertigen Erotikmagazins in einem Zuge erfunden und salonfähig gemacht hat«, sagt Boris »Bobs« Glatthaar, Chefredakteur der Zeitschrift TATTOO EROTICA. »Seine Idee war und ist uns immer ein Stück weit Inspiration gewesen.« Was er damit meint: Wie für den Playboy, komme auch für TATTOO EROTICA nur hochwertige Fotografie infrage.

»Hef«, wie der charismatische Verleger mit seinem bekannten Outfit aus Bademantel und Kapitänsmütze und den ebenso obligatorischen Bunnys an seiner Seite genannt wurde, war der personifizierte amerikanische Traum: 1926 als Sohn eines Buchhalters in Chicago geboren, ging zur Army, studierte Psychologie und arbeitete als Werbetexter, bevor er beschloss, sich mit einem neuartigen Männermagazin selbstständig zu machen.

1953 erschien der erste Playboy mit einer Startauflage von 50.000 Exemplaren einem Foto von Marylin Monroe auf dem Cover. Hef hatte es für 500 Dollar gekauft. Das Magazin setzte sofort Maßstäbe: In der bigotten Prüderie des Amerikas der 50er Jahre schlug das Magazin krachend ein, bereits im ersten Jahr stieg die Auflage auf 200.000. in den 1970er-Jahren brachte der Verleger pro Ausgabe mehr als sieben Millionen Hefte unters Volk. Das Erfolgsrezept: Nackte Models in hochwertiger Fotografie, oft bekannte Gesichter, dazu eine redaktionelle Mischung aus vermeintlichen »Männerthemen« zwischen Politik, Gesellschaft, Abenteuer und Auto. Playboy-Konsumenten brauchten sich somit von Beginn an überhaupt nicht verstecken, sondern waren bald stolz darauf, einem als elitär empfundenen Leserkreis anzugehören. Zwischen Kalifornien und Côte d'Azur waren Durchschnittsbürger und der Jet-Set Teil der begeisterten Leserschaft.

Auf dem Ruf des Magazins, Lust mit Luxus und Erotik mit Ernsthaftigkeit zu verbinden, letztlich aber die Lebensfreude über alles zu stellen, baute Hefner ein Medienimperium auf. Mit den Jahren kamen Ableger des Magazins in immer mehr Ländern, inzwischen in mehr als 30. Und Hefner setzte früh auf das, was heute Event- und Social-Media-Marketing heißt: Die immer mit dem Logo des Magazins in Verbindung stehenden Models mit Hasenöhrchen sind bei gesellschaftlichen Anlässen und medienwirksamen Veranstaltungen ein beliebtes Fotomotiv – mit ihnen ließen sich die Promis schon ablichten, bevor das Wort »Selfie« überhaupt nur gedacht war.
 
Foto: © Glenn Francis, www.PacificProDigital.com; By Toglenn (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Text: Redaktion
Bilder: Glenn Francis, www.PacificProDigital.com

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Stand:23 October 2017 02:43:10/blog/zum+tode+hugh+hefners+seine+idee+ist+inspiration_17928.html