Wer ist eigentlich Covergirl Mimi Barks?

28.11.2017  |  Text: Jula Reichard  |   Bilder: Mimi Barks/Gili Shani/Delia Baum/Mathias Brinkmeyer
Wer ist eigentlich Covergirl Mimi Barks? Wer ist eigentlich Covergirl Mimi Barks? Wer ist eigentlich Covergirl Mimi Barks? Wer ist eigentlich Covergirl Mimi Barks?
Wer ist eigentlich Covergirl Mimi Barks?
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Sie ziert das Cover der Dezember-Ausgabe des TätowierMagazins, posiert im Bikini mit Stormtrooper Helm in eiskalter Einöde im Berliner Umland und steht offensichtlich auf ein eigenwilliges Styling. Und auf Tattoos. Wir haben der jungen hippen Berlinerin mal auf den Zahn gefühlt und wollten wissen, was es mit ihrem Elektro-Duo Catch Drella auf sich hat.
Sie heißt Mimi Barks, ist Sängerin der Band Catch Drella und Model.
Ab und an arbeite das TätowierMagazin-Covergirl außerdem in einem Techno Club. Sie ist 25 Jahre alt und lebt seit zwei Jahren in Berlin. Dass sie unter anderem süchtig nach Magerquark ist und Tattoos sexy findet, hat sie uns in »10 Fragen« erzählt.


Model und Musikerin Mimi Barks steht auf Tattoos. Und Magerquark.

10 Fragen an Mimi Barks

 

»Ich musste also erst nach Berlin ziehen, um einen Holländer zu treffen, mit dem ich UK-inspirierte Musik mache, um dann im Ruhrgebiet, meiner Heimat, im Radio gespielt zu werden. Das ist Schicksal.«



Mimi, du bist Model und machst Musik. Wie kams dazu?
In erster Linie bin ich Musikerin und modele nebenbei. Das Modeln ist nur ein Teil von meinem Dasein als Künstlerin. Ich fing schon früh an Musik zu machen, bereits als Kind lernte ich verschiedene Instrumente zu spielen. Eigentlich wollte ich Schlagzeug spielen, aber das war nicht möglich, wegen der Nachbarn. Die Klarinette war am Ende auch nicht besser, sie nervte die Nachbarn genauso. Und dann wollte ich singen und fing daher an Gitarre zu spielen und meine eigenen Songs zu schreiben. Meinen ersten großen Auftritt hatte ich mit 17 Jahren. Nach der Schule fing ich an im Eventmanagement zu arbeiten, nach drei verschiedenen Firmen, in denen es nicht so richtig klappen wollte (um ehrlich zu sein flog ich in allen raus), merkte ich, dass ich wieder Musik machen muss. Die letzte Firma sagte mir »Mimi, wir merken, du bist hier nicht glücklich, du bist dafür gemacht selbst Musikerin zu sein und nicht Events für andere Musiker zu machen.« Das war der Tropfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Ich habe von einem Tag auf den anderen meine Sachen gepackt und bin nach Berlin gezogen. Ich gewann viele neue Eindrücke, traf Musiker und Produzenten und fing an mich selbst zu finden, sowohl musikalisch als auch optisch. Zu diesem Zeitpunkt fing ich auch an für diverse Fashionshows zu laufen und Fotoshoots zu machen.

Du zierst unser Cover der Dezemberausgabe. Wie fühlt sich das an und wie hast du das Shooting empfunden?
Es war arschkalt. Draußen, halbnackt im November – und irgendwelche Weirdos haben uns beobachtet. Und dann ist auch fast noch der Absatz von meinem Schuh abgebrochen. Es war fantastisch. ;-)
Nein, mal ehrlich: Es war ein guter Tag, ich habe bereits vorher mit Gili gearbeitet und wir haben immer gute Ergebnisse erzielt. Auf dem Cover zu sein fühlt sich seltsam an. Wahrscheinlich kann ich es erst glauben, wenn ich das Magazin in den Händen halte. Ich arbeite hart an mir und an meinem Körper. Es ist toll, dass sich das auszahlt und Leute mich auf einem Cover sehen wollen!


So sieht das Cover mit Mimi aus. Das aktuelle TätowierMagazin im Dezember 2017.

Du scheinst auch eine Schwäche für Tattoos zu haben. Erzähl doch mal was über deine Tattoos!
Ok, ich fange mal an zu zählen… 16, 17, 18, 19 oder so, keine Ahnung. Mein erstes Tattoo war ein Muffin mit der Überschrift »Muffin tops«, was so viel wie Hüftgold bedeutet – es sitzt auf der Hüfte, direkt über dem Hosenbund … Als ich es mit 18 stechen ließ, war ich noch speckiger. Um einiges speckiger, haha. Deshalb der Schriftzug darüber. Ich habe mich damit ein bisschen selbst auf den Arm genommen. Es ist aber wichtig sich selbst zu lieben, so wie man ist. Die Pfunde sind mittlerweile Vergangenheit, was daran liegt, dass ich erwachsen geworden bin und mich gesund ernähre und es liebe Sport zu machen.
Nach dem ersten Tattoo wurde ich süchtig. Meine Vorbilder waren die Musiker die zu der Zeit angesagt waren, wie zum Beispiel Travis Barker oder wer auch immer damals bei MTV zu sehen war. Es fühlte sich auch gut an, etwas besonderes zu haben, denn keiner in meinem Bekanntenkreis sonst war tätowiert. Die Mädels hatten alle nur dieses Piercing über der Oberlippe. Alle meine Tattoos haben eine Bedeutung. Das an meinem Arm zum Beispiel: Es sollten eigentlich geschlossene Blüten sowie verwelkte Blüten sein, die sich zu blühenden Blüten entwickeln. Hat der Tätowierer leider so gar nicht hinbekommen. Whatever. Es steht dafür, dass ich alles Schlechte hinter mir lasse, mein Leben in die Hand nehme, mich selbstverwirkliche und sinnbildlich »erblühe«.

Welcher Aspekt gefällt dir an Tattoos am meisten?
Die Ästhetik. Es macht sexy. Und du kannst deinen Körper so gestalten wie du möchtest und kannst aus dir selbst ein Bild erschaffen.

Du machst zusammen mit Baron Banks eine fancy Musiksache. Was steckt dahinter und wie kams dazu?
Zusammen mit meinem Schlagzeuger Baron Banks habe ich meine Band Catch Drella. Unsere Geschichte ist eine dieser Geschichten, die man als Schicksal bezeichnen könnte … Als ich frisch nach Berlin kam, brauchte ich dringend Kohle und sollte für den Lieferdienst einer Bäckerei probearbeiten. Doch das Auto war kaputt, also boten sie mir an, in der Filiale zu arbeiten, in der auch Baron jobbt. Während er Brötchen verkaufte, habe ich ihm die ganze Zeit über Musik vorgespielt, wir hatten kein anderes Thema. Erst dann stellte sich heraus, dass auch er hauptberuflich Musiker ist, schon in bekannten Bands gespielt hat und knapp ein Jahr vor mir von Holland nach Berlin kam. Es war Liebe auf den ersten Blick – musikalisch!
Ich musste also erst nach Berlin ziehen, um einen Holländer zu treffen, mit dem ich UK-inspirierte Musik mache, um dann im Ruhrgebiet, meiner Heimat, im Radio gespielt zu werden. Das ist Schicksal. Wäre dieses Auto nicht kaputt gewesen, hätten wir uns nicht getroffen und wie oft trifft man schon auf die eine Person, die musikalisch 100% gleich tickt?

Wer inspirierte euch zum Musikprojekt Catch Drella?
Unsere Musik kann am treffendsten wohl als »Urban Future Rave« beschrieben werden. Wer oder besser gesagt was uns dazu inspirierte? Ich für meinen Teil stellte fest, dass mich die Singer/Songwriter-Gitarrenmusik nicht mehr ausfüllte. Ich wollte meiner Stimme mehr Raum geben, mehr damit spielen und was Verrücktes machen. Und Baron wollte auch etwas komplett anderes machen, als bisher. Wir wollen was Spannendes machen, wir wollen Musik nicht neu erfinden, aber es soll aufsehenerregend sein, Spaß machen und eine krasse Energie auf der Bühne haben!

Aufregend und aufsehenerregend will Catch Drella sein. Der Fashionaspekt ist dem eigenwilligen Duo wichtig.

Wie gehts mit Catch Drella weiter?
Erst einmal kommt bald unsere nächste Single. Wir haben ja bereits die Single »Trouble« seit Oktober draußen, wofür wir ein krasses Video gedreht haben (siehe Clip am Ende des Beitrags). Und im neuen Jahr kommt ja dann auch unsere EP. Nicht zu vergessen: Nach unserer letzten Show beim Amsterdam Dance Event, stehen wir Anfang Dezember auch endlich wieder live auf der Bühne: Am 7. Dezember in London, zusammen mit Dope D.O.D. Das wird fucking epic!

Wenn du wählen müsstest: Modeln oder Musik machen?
Musik! Dann werden die Bilder von mir halt auf der Bühne gemacht. ;-)  Mit der Band haben wir ja sowieso immer viele Fotoshoots, zumal wir auch einen individuellen Style als Band haben und den Fashionaspekt nie aus den Augen verlieren.

Was sagen deine Eltern zu deinem Look? Die Tattoos sind ja bei weitem nicht das Auffälligste an dir.
Meine Eltern haben schon vor langer Zeit aufgegeben, was das angeht. Manchmal gibt es sogar verhaltene Zustimmung, haha.

Welchen Beautyspleen hast du und wofür gibst du im Monat am meisten Geld aus?
Ich glaube mein größter Spleen ist, dass ich nach einem Mal tragen meine Outfits langweilig finde und immer versuche sich noch zu toppen, sie neu zu kombinieren und mich dadurch auch neu zu gestalten. Das meiste Geld geht aber nicht für Klamotten oder Make-up drauf, sondern für Katzenstreu und Magerquark. Ich bin wirklich süchtig nach Magerquark.


Wer wissen möchte, wie sich Catch Drella anhören, klickt hier mal rein und hört sich die erste Single »Trouble« an:



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Stand:16 December 2017 21:27:43/blog/wer+ist+eigentlich+mimi+barks_171128.html