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04.05.2017  |  Text: Age  |   Bilder: Pixabay
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Echte »Mannsbilder« – Wer 2017 voll im Trend liegt


Zeiten, in denen Männer schlicht und einfach männlich sein wollten, sind längst vorbei. Der Mann von heute scheint sich nicht mehr verlassen zu wollen auf klassische Rollenbilder und Klischees. Gefragt sind Individualität und hin und wieder Blicke über den Tellerrand hinaus. Grobe und maskuline Details dürfen dennoch nicht fehlen.


Style hat, wer etwas wagt


Vom Vollbart über rustikale Mode bis hin zu familiärem Engagement gibt der Mann im Jahr 2017 einen durchaus spannenden Balance-Akt zum Besten. Mode ist schon seit Jahren keine Frauendomäne mehr. Auch Männer lassen sich von aktuellen Trends inspirieren und greifen tief in die modische Trickkiste. Glück für alle Naturburschen: Allzu glatt und ungeschliffen geht es modisch auch in diesem Jahr nicht zu. Wer nur ungern mit Sakko und akkurat gebügelter Bundfaltenhose aus dem Haus geht, dem stehen in diesem Jahr alle Türen offen.

So gehören zu den großen Modetrends in diesem Jahr gemusterte Hemden. Nicht etwa Paisley oder kleine Punkte, sondern Hawaii-Blumen, derbe Karos und breite Blockstreifen dürfen in keinem gut gefüllten Kleiderschrank fehlen. Auch das klassische Flanellhemd, das immer ein wenig an harte Holzfäller-Arbeit erinnert, ist in diesem Jahr gefragt. Kombiniert wird die bunte Oberbekleidung mit rustikalen Hosen. Cargo, locker fallende Chinos und Jeans mit ordentlich Löchern und Rissen sind Anzeichen modebewusster Männlichkeit. Und wer noch etwas weiter geht, lässt die Aktentasche im Schrank stehen und steigt auf Rucksack um. Modelle, die an Weltreisen und Naturexpeditionen erinnern, braun, khaki oder sandfarben, kommen 2017 gut an.


Der Dandy-Look ist das elegante Pendant zum rustikalen Woodworker-Style. (Quelle: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
Der Dandy-Look ist das elegante Pendant zum rustikalen Woodworker-Style. (Quelle: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Männer, die sich dennoch ein eleganteres Outfit wünschen, lassen sich von Jared Leto inspirieren. Nicht umsonst gewann der 35-jährige die Wahl zum stylishsten Mann 2017 des GQ-Magazins. Auch er trägt Chino, kombiniert den Klassiker jedoch nicht mit Workwear, sondern verpasst ihm britischen Dandy-Chic. Wer ihm nacheifern möchte, trägt Röhrenjeans, Bomberjacke oder locker geöffnetes Jackett und kombiniert das Outfit mit einer auffälligen Fliege. Gut zum Dandy-Look passt auch ein Hut.

Hochgekrempelte Hemdsärmel und Shirts im Sommer geben außerdem freien Einblick in die Tattoo-Trends. Hier ist selbstverständlich erlaubt, was gefällt und Rockabilly-Motive sowie Seefahrer-Tattoos sind weiterhin gerne gesehen. Wer überlegt, welche Tattoos 2017 die bisherigen ergänzen sollen, kommt an Single Line Tattoos und grafischem Sketchwork nicht vorbei.

Nicht ohne meinen Vollbart!


Ein ungebrochener Trend, der die Männerwelt schon seit einigen Jahren in Atem hält, ist der Bart. Auch 2017 bleibt die stilvoll gepflegte Gesichtsbehaarung ein Must-Have für trendbewusste Herren. Welcher Bart zur eigenen Persönlichkeit passt, ist jedoch recht individuell. Während sich groß gewachsene Typen auch mit längeren Vollbärten schmücken, stehen kürzere Vollbärte kleineren Männern besser zu Gesicht. Auch wild wirkende Bärte sind ein echtes Statement für all diejenigen, die sich gerne rustikal und maskulin zeigen.

Vollbart 2017: Markant und maskulin, aber niemals ungepflegt. (Quelle: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Vollbart 2017: Markant und maskulin, aber niemals ungepflegt. (Quelle: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Doch egal ob langer oder kurzer Vollbart: Pflege ist und bleibt das A und O. So gehört zum modernen Bild des Mannes auch ein gewisses Bewusstsein für Körperpflege. Ein wenig Platz im Badezimmerschrank müssen Frauen 2017 also vor allem dann einräumen, wenn ihr männliches Gegenüber Vollbart trägt. Mit Bartöl für den richtigen Glanz, Bart-Shampoo für weiches Barthaar und Bart-Wachs zum schnellen Formen der Gesichtsbehaarung verfügen Bartträger inzwischen über ein ansehnliches Repertoire.

Auch die kleinen Haare, die sich abseits des Bartes zeigen, sind trendbewussten Männern ein Dorn im Auge. „Wer In sein will, entfernt den Wildwuchs auf Hals und Wangen. Nur so sieht der Bart gepflegt und das Gesicht markant aus.“ (Quelle: https://barbertrends.me/2016/10/15/barttrends-2016-2017/) Wer also glaubt, ein Vollbart müsse einfach nur wachsen und der Rest ergebe sich von allein, irrt gewaltig. Ob sich ein Nassrasierer oder Elektrorasierer besser eignet, um den wilden Wuchs zu bändigen, kann nur individuell beantwortet werden. Was einen wirklich guten Rasierer ausmacht, hat haushaltsgeraetetest.de zusammengefasst.

Echter Spagat – Männlichkeit und Sensibilität in Balance


Mit rustikaler Workwear, Globetrotter Charme und dandyhaftem Augenzwinkern sind Männer 2017 in Sachen Mode auf dem richtigen Weg. Das notwendige Quäntchen Maskulinität schenkt der gut gepflegte Vollbart. Äußerlich stehen alle Zeichen also auf purer Männlichkeit, gerne ursprünglich und nicht aalglatt. Das jedoch sollte Männer von heute nicht dazu verleiten, diese maskuline Note mit Dominanz und schroffen Umgangsformen zu kombinieren. Echte Männlichkeit kommt heute nur dann wirklich gut an, wenn sie mit einer gewissen Weichheit und Sensibilität gepaart wird.


Trotz aller Männlichkeit: Heute ist auch Sensibilität gefragt. (Quelle: Pexels  (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
Trotz aller Männlichkeit: Heute ist auch Sensibilität gefragt. (Quelle: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Gut erkennbar wird das bei der Betrachtung der modernen Vaterrolle. Längst überholt ist das Bild des Vaters, der seiner Frau die Kinderbetreuung überlässt und allenfalls mit Machtwörtern glänzt. Der Mann von heute nimmt am Familienleben teil und übernimmt eine Rolle, die sich von der bisherigen Sicht deutlich unterscheidet. Auch das Statistische Bundesamt sieht das ähnlich und weist auf aktuelle Zahlen hin. Der Statistik nach nahmen im Jahr 2015 rund 79 Prozent der deutschen Väter Elternzeit. Wer Aktenkoffer gegen Tragetuch und Schreibtisch gegen Spielplatz tauscht, trifft den Nerv der Zeit.

Ähnliches gilt selbstverständlich auch für Kinderlose. Hier zeigt der Mann von heute seine sensible Seite, indem er sich mit verantwortungsbewusstem Konsum auseinandersetzt, im Bioladen einkaufen geht und auch über vegetarische oder vegane Ernährung nachdenkt. Grobes Pochen auf ureigene Männerdomänen gehört heute nicht mehr zum guten Ton. Um ihre Maskulinität fürchten müssen Männer indes nicht: Viele Frauen fühlen sich umso mehr zu einem Mann hingezogen, wenn sich dieser trotz seines maskulinen Auftretens als Empath entpuppt. Die berühmte „harte Schale“ bleibt also gerne erhalten, kommt aber längst nicht mehr ohne einen „weichen Kern“ aus.

Text: Age
Bilder: Pixabay

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Ausgabe 10/17 erscheint am 29. September

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Stand:19 September 2017 20:45:43/blog/echte+%3F%3Fmannsbilder%3F%3F+-+wer+2017+voll+im+trend+liegt_175.html