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04.05.2017  |  Text: Ralf Burkart  |   Bilder: TM-Archiv
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Die 30 besten STAR WARS Tattoos


Das tätowierte STAR-WARS-Motiv-Imperium, das wir einst bei uns im Printmagazin vorgestellt haben, präsentieren wir euch heute passend zum Star Wars Day nochmal online in seiner galaktischen Pracht ...


Star Wars: Unendliche Tattooweiten

1978 war ich zarte sieben Jahre alt, interessierte mich eigentlich für Filmchen wie »Bernhard und Bianca – Die Mäusepolizei« und hatte mit Sternenkrieg und Raumschiffen ja so was von gar nichts am Hut. Das sollte sich aber ändern, als einer meiner Schulkameraden in der zweiten Klasse auf einmal von Robotern, fremden Galaxien und Stormtroopern zu erzählen anfing. Er erzählte vom Krieg der Sterne, von Todessternen und T- und X-Wing-Fightern, die sich monumentale Schlachten im All lieferten. Irgendwann reichte es mir und ich fragte ihn, wovon er da überhaupt rede. Er sagte, der Film hieße »Krieg der Sterne« und laufe gerade im örtlichen Kino. Ich sei dafür aber eh zu klein und er nur mit seinem großen Bruder da rein gekommen.

Star Wars Tattoo von Chris Jones, Physical Graffiti, Cardiff

Da hatte er die Rechnung ohne meinen großen Cousin gemacht. Der war schon sechzehn, und natürlich bin ich sofort nach der Schule zu ihm, um ihn anzuhauen, ob er mit mir in diesen Krieg-der-Sterne-Film geht. Nach endlos erscheinenden Diskussionen um das Thema »dafür bist du noch zu klein« gab er schließlich nach und begleitete mich in die Nachmittagsvorstellung. Mein Gott, war ich aufgeregt! Denn mein Horizont reichte bis »Bernhard & Bianca«, und was Science-Fiction anging, hatte ich vielleicht gerade mal ein bisschen Raumschiff Enterprise mit Captain Kirk und Spock und ein paar billig blinkenden Tasten und Pappschaltpulten gesehen.
Aber das, was hier visuell auf mich einprasselte, war 1-a-Hollywood-Magie, es war groß, es war episch, es war für einen Siebenjährigen fast zu viel, aber im Nachhinein betrachtet mit Abstand das Geilste, was ich in diesem Altersabschnitt erlebt habe. Ein einschneidendes Erlebnis, das mich über all die Jahrzehnte begleitet hat und auch immer noch tut.
Und mal Hand aufs Herz, habt ihr nicht auch jedem neuen Teilen der Star-Wars-Saga entgegengefiebert, habt ihr nicht auch Star Wars auf Video, DVD oder im Fernsehen mit Werbeunterbrechung öfter angeglotzt, als ihr zählen könnt? Na seht ihr! Denn so geht es wahrscheinlich den allermeisten, die mit dem Virus Star Wars in Berührung gekommen sind. Und bei manchen geht diese Besessenheit so weit, dass sie sich die Saga sogar tätowieren lassen, womit wir beim Thema sind.

Wieso Star Wars Tattoos?

Warum in aller Welt lassen manche sich ein Star-Wars-Tattoo stechen? Eigentlich aus demselben Grund, weshalb andere sich Einhörner stechen lassen – weil sie es können! Ich selbst konnte mich bisher noch nicht entscheiden, ob ich mir nun Darth Vader, Boba Fett oder gar einen Stormtrooper stechen lasse. Aber warum wählen? Vielleicht lasse ich mir auch einfach alle drei tätowieren.
Es ist schon faszinierend, was für Ausmaße der Rummel um die Star-Wars-Reihe angenommen hat. Man bekommt von A wie Anhänger bis Z wie Zahnbürste alles von Star Wars. Da gehört ein Star-Wars-Tattoo noch zum Vernünftigsten, womit man seine Begeisterung bekunden kann.
Ich persönlich sehe Tätowierungen als ein Kulturgut an, und immer, wenn etwas wie im Fall von Star Wars einen Kultstatus erreicht, dann hat es auch zweifellos verdient, tätowiert zu werden. Gut, über die Motivwahl kann man sich streiten, denn als großer Fan des Imperiums würde ich mir zum Beispiel nie einen Luke Skywalker oder einen Han Solo tätowieren lassen – wo kämen wir denn da hin! Und wenn ich mir überhaupt ein Motiv der Rebellen stechen lassen würde, dann wäre es entweder Chewbacca in einem Hamsterrad oder R2D2 als Mülleimer!
Auch Landschaften und Monster der Weltraum-Saga könnte ich mir gut als Tätowierung vorstellen. So habe ich vor meinem inneren Auge ein Tattoo von Sarlacc, diesem Monster-Loch auf dem Wüstenplaneten Tatooine. In Episode VI gab es diese Szene, in der es von allen mit ihren Sandgleitern umkreist wurde und die Kontrahenten versuchten, sich gegenseitig in den Abgrund zu stoßen. Und genau diese Szene hätte ich gerne auf meinem Bauch. Das Monster-Loch wäre mein Bauchnabel. Aber noch viel lieber hätte ich natürlich den Todesstern oder ein Speeder-Bike mit Biker-Scout drauf.

Star Wars Tattoo von Chris Jones, Physical Graffiti, Cardiff

Ach, es gibt so vieles, was ich mir vorstellen könnte, und es gibt noch dazu so viele Charaktere, da weiß man am Ende gar nicht, ob man sich überhaupt ein Star-Wars-Tattoo stechen lassen soll, aus Angst, in den kommenden Teilen könnte ein noch geilerer Charakter auftauchen. Und dann hat man das letzte bisschen Haut schon verschwendet an einen unwichtigen Storm- trooper oder gar zweitrangigen Darth Vader. Und am Ende wird’s dann doch Boba Fett oder der dunkle Lord der Sith. Warum ist eigentlich in Mos Eisley kein Tattooshop und wer hat Darth Mauls Tattoos gemacht? Oder wurde der schon so geboren? Fragen über Fragen und die Antwort wird wohl irgendwo da draußen sein, in einer weit, weit entfernten Galaxie. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass es Nächte gibt, in denen ich schon gar nicht mehr schlafen kann, weil ich so aufgeregt bin und dem »Erwachen der Macht« entgegenfiebere. Wahrscheinlich ist es auch nicht normal, dass ich mir sämtliche Trailer des neuen Teils schon gefühlte 1000 Mal angeguckt habe. So wie es aussieht, sind da ein paar richtig coole neue Star-Wars-Figuren dabei … Vielleicht warte ich doch noch mal ab, ob nicht einer dabei ist, der auch als Tattoo gut zur Geltung kommt …
 

Das Star Wars 1x1


Darth Vader
Hier hat Tätowierer Josh Bodwell gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und noch einen Imperial Guard zu Darth Vader dazu tätowiert.

Stormtrooper
Zwar haben die Stormtrooper keine Hauptrolle, aber in der Masse gesehen doch schon irgendwie. Oder könntet ihr euch Star Wars ohne Stormtroopers vorstellen? Na, seht ihr!

Boba Fett
Papa Jango Fett, der den kleinen Boba in den Armen hält, um ihn herum die ganzen anderen Kopfgeldjäger (von links nach rechts ): Bossk, Greedo, 4-Lom, Dengar, IG-88).

C-3PO
Ehrlich gesagt ging mir dieser Protokolldroide immer schon ein wenig auf die Nerven. Aber der Goldjunge hat alle wichtigen Ereignisse der galaktischen Geschichte miterlebt, also sei ihm das ewige Gelaber und blöde Herumgetipple verziehen.

R2D2
Was wäre die Saga ohne diesen kleinen Mülleimer, der zwar immer den Rebellen geholfen hat, aber eigentlich recht cool war, da er nicht sprechen konnte und sich nur durch Geräusche bemerkbar machte.

Chewbacca
Geborener Wookiee vom Planeten Kashyyyk. Wurde vom Imperator Palpatine versklavt und später von dem corellianischen Schmuggler Han Solo befreit, den er seither immer begleitet. Und jetzt kommt noch ein bisschen Insider-Wissen: Chewbacca wird im Yuuzhan-Vong-Krieg auf Sernpidal bei der Rettung von Han-Solos Sohn sterben. Schade, da ich das Riesen-Meerschweinchen richtig liebgewonnen habe.

Yoda
Ein kleiner grüner Gnom, der auf Dagobah im Exil wohnt. Jedi-Meister der ersten Stunde. Lehrmeister von Obi-Wan-Kenobi. Starb in Episode VI  »Rückkehr der Jedi Ritter« an Alterschwäche – mit 900 Jahren darf man das auch mal.

AT-AT
Der Allterrain-Angriffstransporter (kurz AT-AT), schlicht Imperialer Läufer genannt, taucht das erste Mal in Episode V »Das Imperium schlägt zurück« auf. Eines der coolsten Fahrzeuge überhaupt, da kommen die Rebellen ja überhaupt nicht dran. Krasser Scheiß.

Darth Maul
Darth Maul tauchte nur in Episode I »Die dunkle Bedrohung« auf und hinterließ bleibenden Eindruck. Sith-Lord und unheimlich böse. Wurde als Kind schon in die Obhut von Darth Sidious gegeben, der ihn ausbildete und ihm den ganzen Zorn der Galaxie implementierte. Wird leider am Ende von Episode I beim Kampf gegen Obi-Wan zweigeteilt.

Todesstern
Der Todesstern ist das Coolste überhaupt. Kann ganze Planeten zerstören mit nur einem Schuss – ich wiederhole, mit nur einem Schuss! Und das soll dem Herrn Lukas mal einer nachmachen, einfach mal so ’ne Weltvernichtungsmaschine gebaut … Respekt!

Ewoks
Ureinwohner von Endor. Treten meist im
Rudel auf. Haben den Rebellen bei der großen Schlacht um Endor geholfen, den Imperialen ordentlich den Arsch zu versohlen.

Luke Skywalker
Sohn von Anakin Skywalker, Schwiegermutters Liebling und nebenbei auch Jedi, wobei er seine Ausbildung bei Yoda nie so richtig abgeschlossen hat – sozusagen eine ungelernte Fachkraft.

Text: Ralf Burkart
Bilder: TM-Archiv

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Ausgabe 9/17 erscheint am 25. August

Im Huber-Verlag erscheinen auch:


Stand:28 July 2017 08:51:20/blog/die+30+besten+star+wars+tattoos_175.html