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03.03.2017  |  Text: Dirk-Boris Rödel  |   Bilder: Archiv
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Handrücken-Tattoos


Tätowierungen auf den Händen trug man früher nur, wenn sonst nirgends mehr Platz war; das hat sich inzwischen stark geändert.


Tattoos auf den Handrücken waren vor ein paar Jahren noch das Ticket ins gesellschaftliche Aus; wer sich mit Tattoos auf den Händen um einen Job oder eine Wohnung bewerben wollte, hatte ganz schlechte Karten. Eigentlich hatten nur Tätowierer Tattoos an den Fingern und auf dem Handrücken, und das auch nur dann, wenn auf Rumpf, Armen und Beinen sonst gar kein Platz mehr war. Und wenn ein Kunde eine Tätowierung auf den Händen wollte, aber nicht mindestens schon die Unterarme voll hatte, wurde er unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. Heute geht da schon einiges mehr; solange die Motive nicht anstößig oder zu makaber sind, erregt man auch mit Handtattoos nur noch selten Aufsehen. 

Tattoos auf dem Handrücken sind inzwischen kein seltener Anblick mehr. Sebastian Domaschke, Lowbrow Tattoo Parlour, Berlin

Und die Stelle ist auch einfach zu schön, um sie nicht zu tätowieren! Eine schöne gleichmäßige Fläche, die sich prima für ein Motiv eignet, das man problemlos innerhalb einer Tattoo-Session fertig stellen kann. In Bezug auf Stil oder Designs gibt es eigentlich kaum Einschränkungen, allerdings sollte man bei Tätowierungen auf den Händen beachten, dass Farben hier schneller verblassen können und sanfte Schattierungen unter Umständen nicht so langlebig sind wie an anderen Stellen, die von Kleidung bedeckt sind. 

Karl, Kreuzstich, Berlin

Denn die Hände sind mehr als andere Hautstellen dem UV-Licht ausgesetzt, worunter sehr feine, filigrane Hautbilder eher leiden können. Es empfehlen sich daher Tattoo-Stile mit klaren, deutlichen Linien, viel Kontrast und einem Bildaufbau, der auch noch dann funktioniert, wenn hellere Farben sich im Laufe der Jahre verabschiedet haben. Dennoch hat man in Bezug auf Motive heute eine enorme Vielfalt zur Auswahl und ist nicht mehr nur auf die Kompassrose oder die Schwalben angewiesen, mit denen früher Seeleute ihre Hände tätowierten.

Marco Schmidgunst, Brust oder Keule, Berlin





 

Text: Dirk-Boris Rödel
Bilder: Archiv

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